Blandines Leben
Blandine Ebinger wurde am 4. November 1899 als Tochter des Pianisten Gustav Loeser und der Schauspielerin Margarete, geb. Wezel, in zweiter Ehe verheiratet mit Ernst Ebinger, in Berlin geboren. Schon als Kind hatte sie Schauspielunterricht bei der Mutter, mit acht Jahren stand sie als „Klein Eyolf“ in Leipzig zum ersten Mal auf der Bühne. Dort spielte sie dann regelmäßig in vielen Theatern.

1919 lernte sie Friedrich Hollaender kennen und mit ihm alle damals erfolgreichen und tonangebenden Schriftsteller und Dichter, Komponisten und Journalisten. Blandine wirkte schon bei der Eröffnung im „Cabaret Schall und Rauch“ unter dem Schauspielhaus mit, den durchschlagenden Erfolg hatten sie und  Hollaender dann im „Café Größenwahn“.

Nach Hollaenders Emigration 1933 bekam sie zunehmend Probleme in Deutschland. Die Ehe mit einem Juden wurde ihr nachgetragen und das Kind beider, Philine, hatte als halbjüdisch zu leiden. So emigrierte auch Blandine mit Tochter Philine 1937 in die USA, wo sie sich mit wechselnden Tätigkeiten durchschlagen musste und nur zuweilen in ihrem Beruf tätig sein konnte. 1947 kehrte sie nach Berlin zurück. 1961 zog sie nach München, wo sie ihren zweiten Mann, Helwig Hassenpflug, kennenlernte. Mit ihm ließ sie sich 1967 erneut in Berlin nieder, spielte Theater, wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Blandine Ebinger starb am 25. Dezember 1993 in Berlin. Sie wurde 94 Jahre alt.